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Reise der Herzsportgruppen 2017 nach Südtirol – Ein Bericht von unserem Teilnehmer und Ehrenvorsitzenden Herbert Kreber

Es ist zwar eine lange, beschwerliche Fahrt bis zum Zielort Sand in Taufers, dem Heimatort des Nationalhelden Andreas Hofer. Aber es hat sich gelohnt. Der neue Bus der Firma Feuerer war eine rollende Verpflegungs- und Getränkestation. So gestalteten sich die Fahrtpausen genussreich und nahrhaft.

Mit unserem Hotel im Ahrntal waren wir sehr zufrieden, zumal wir die Sauna und auch das Schwimmbad benutzen konnten. Jeden Abend ein Fünf-Gänge Menu war fast des Guten zu viel. Das wurde am jeweiligen Morgen und zwar vor dem Frühstück wieder ausgeglichen durch die Morgengymnastik, von dem tüchtigen Oberturner Rainer Krischel schwungvoll gestaltet.

Der 1. Tag gleich ein Höhepunkt: Nach einem genussvollen Gang durch die Felder 300 m steil bergauf, vorbei an den drei gigantischen Wasserfällen des Reinbachs, Wunder der Natur. Dann hinuntergeschwebt durch Bäume, über Stock und Stein, gesichert am Drahtseil der Fly-Line. Ein Erlebnis besonderer Art.
Dann wurden wir am Nachmittag kompetent am Ziegenhof über die Geheimnisse der Ziegenzucht und der Käsebereitung aufgeklärt. Die Verkostung wurde ausgiebig gewürdigt.

Der 2. Tag führte nach Brixen, der Bischofsstadt des Nikolaus von Kues. Der Dom mit Kreuzgang nebst den mittelalterlichen Fresken war ein kulturelles Highlight des Tages. Die Steinkapelle mit der 9. Kreuzwegstation des Cusanus-Pilgerwegs führte den Besuchern die außerordentliche Leistung dieses Unternehmens vor Augen. Während der freien Besichtigung entzückte uns die fast mediterrane Atmosphäre dieser kleinen Stadt.
Eine Führung durch die Altstadt von Bruneck rundete den Tag ab, wobei einige die Burg Bruneck bevorzugten, wo eine interessante Messner-Ausstellung zu bewundern ist.
Historisch ist festzuhalten, dass Cusanus an diesem Ort von dem Herzog Siegmund von Tirol gefangen gehalten wurde.

Der 3. Tag war dem Sextner- und Praxer- Tal gewidmet. Am Praxer Wildsee wurde uns das Bedrohliche, aber auch die Erhabenheit der Natur vor Augen geführt, in der Sextener Totentanzkapelle (gemalt 1924 von dem Tiroler Maler Josef Stolz) die Endlichkeit alles Menschlichen. Im Gegensatz dazu erschien uns in romanischen Dom zu Innichen als Stein gemeißelte Ewigkeit: die romanische Kreuzigungsgruppe, die Krypta, das „sprechende“ Seitenportal. Die Eindrücke wurden erhellt durch die kompetenten Erklärungen unseres Führers Dr. Sifter, Josef, über die wirtschaftlichen, politischen, historischen Verhältnisse in dieser alten, von vielen Traditionen beherrschten Kulturregion, insbesondere des Puster- und Ahrntales. Ein ereignisreicher und lehrreicher Tag!

Der 4. Tag zeigt am Morgen sein unschönes Gesicht: Heftiger Regen, Nebel, tiefhängende Wolken. Alternativprogramm: Besichtigung des historischen Bergwerks in Prettau im oberen Ahrntal. Einige Optimisten lassen sich nicht abschrecken: Über den Wolken scheint immer die Sonne. Mit dem öffentlichen Bus nach Rein. Mühsamer, genussreicher Aufstieg zur Knuttenalm auf 1910m. Es hat sich gelohnt. Kein Regen, teilweise Sonnenschein.

Sonntag, 17. September: Heimfahrt. Ein Geduldsspiel, vor allem für den Busfahrer wegen dreifacher, riesiger Staus auf der Autobahn. Das alle Gäste gesund nach Hause kamen, ist ein Verdienst unseres Leiters Rainer Krischel: Kompetent, gut vorbereitet, immer freundlich, jeder Situation gewachsen, gebührt ihm der Verdienst, dieser Herzreise zu einem großen Erfolg geführt zu haben.